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to the Whistles…
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Whistles
sind sehr leise, zarte Töne, die einen ganz eigenen Reiz haben und
das klangliche Spektrum der Flöte um einige sehr interessante Möglichkeiten
erweitern können. Folgend möchte ich ein paar Anregungen geben, wie
Whistles genutzt werden können. Whistles auf den tiefsten Griffen (h,c1) Es lohnt sich, zuerst mal ganz in Ruhe alle Whistles zu erspielen, die auf dem tiefsten Griff möglich sind. Hören Sie hin, experimentieren Sie mit Ansatzwinkel und Blasdruck (eher ein Hauchen als ein Blasen). Whistles zu erzeugen hat nichts mit Kraft zu tun, Koordination ist alles. Deshalb ist es vielleicht effektiver, die normale Übesituation zu verlassen und mal ganz entspannt auf dem Sofa sitzend rumzuprobieren (Zur Entspannung der Finger kann man die Klappen des rechten kleinen Fingers zukleben). Zufall und der Übergang zur Unhörbarkeit Wenn man die Skala der echten Whistles auf einem tiefen Ton immer weiter nach oben verfolgt, dann kommt man irgendwann an einen Punkt, wo die Whistles schwer kontrollierbar hin- und herzwitschern. Sie sind in diesen hohen Gefilden so fragil geworden, dass es unmöglich ist, mit dem Atemstrom (und dem Ansatz) einen ganz bestimmten Ton zu treffen und zu halten. Mein Eindruck ist, dass man mit diesen sehr hohen Tönen in einen Bereich kommen kann, wo die Tonhöhen nicht mehr wahrnehmbar sind. Ein melodiöses Zischen und Zwitschern entsteht, das zwar sehr leise, aber auch sehr schön ist. Wenn das Publikum dazu bereit ist, und der Raum sich dafür eignet, an der Hörbarkeitsgrenze zu arbeiten, dann kann man mit diesen Klängen große Spannung erzeugen. Flötenton als Orgelton, mit den Whistles darüber improvisieren Selbstverständlich kann man bei Bedarf zu den Whistles eines benachbarten Tons wechseln. Im Notenbeispiel habe ich hier die "Andalusische Kadenz" angedeutet. Als Improvisationsmaterial habe ich den "tieferen" Bereich der Whistles notiert. Interessant: Durch ein kleines bisschen mehr Blasdruck und Öffnung des Lippenspalts kann der Originalton, quasi als Basston dazukommen. Wenn man etwas Rauschanteil in den Originalton mischt, dann wird er besser hörbar. Zwischen "normalen" Tönen und Whistletönen wechseln Auf allen
Normalgriffen der dritten Oktave kann der jeweils gleiche Ton auch
als Whistle erzeugt werden. Der ist dann natürlich wesentlich leiser
und verlangt auch eine andere Körperspannung, obwohl der Ansatz fast
der gleiche bleibt. Vielleicht hilft es, die Flöte etwas nach außen
zu drehen. Pianissimo denken, ganz zart hauchen.
Einen kurzen Griff nehmen und (unechte) Whistles für Glissandi und kleine Melodien nutzen Man nehme h1, hauche das unechte Whistle und verstimme es durch Bewegungen der Zunge. Dadurch verändert sich die Größe des Mundinnenraums (Zunge evtl. etwas einrollen wie beim englischen "R". Der Zungenrücken kann die Größe des Resonanzraums und dadurch die Tonhöhe des Whistletons beeinflussen). Abwärtsziehen ist wesentlich leichter als aufwärts. Deshalb habe ich in dem Notenbeispiel in Takt 3 den Griff verändert, um b2 und c2 zu whistlen.
Finden Sie heraus, wie weit sich ein Whistle ziehen lässt. Mit etwas Übung kann man richtig lange Glissandi erzeugen. Whistleton und Basiston bewegen sich Das geht natürlich nur mit den "unechten" Whistles. Auf diese Weise kann man die entstehende Zweistimmigkeit nutzen. Manche Töne sprechen nicht so leicht an. Das hat mit den akustischen Verhältnissen zwischen Normalton und Whistleton zu tun. Daumenregel: Je konsonanter das Intervall, desto leichter spricht es an.
Whistleton bewegt sich, mit Klappenbewegungen Harmonie andeuten Durch Klappenschlag entsteht der Eindruck einer zweistimmigen Begleitung . Dazu kann man mit unechten Whistles Melodien spielen. Im folgenden Notenbeispiel habe ich die Akkordfolge von "Stairway to heaven" benutzt, weil sich die chromatische Bassfortschreitung besonders gut eignet.
Viel Spaß mit den Whistles wünsche ich und nicht vergessen: zwischendurch ausatmen... |